Spurs zurück in der Spur

Dachau Spurs

Während sich die Dachau Spurs im engen Mittelfeld auf Platz 5 verbesserten, wird es für Gegner Gröbenzell nach der 70:83-Niederlage gegen Dachaus Korbjäger am Samstag immer schwerer, noch den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga Süd zu realisieren.

Der Tabellenvorletzte startete auch entsprechend in die Begegnung. In allen Belangen unterlegen, erlaubten Lion Gorgas und Co. den Spurs ein 25:6-Auftaktviertel. Allein sieben Dachauer punkteten in diesem ersten Spielabschnitt, das Zusammenspiel in der Offensive klappte hervorragend.

Und auch die von Trainer Werner Mühling vorgegebene Defensivtaktik ging voll auf, die da lautete: Gorgas, den Dreh- und Angelpunkt der Hausherren, in Sonderbewachung zu nehmen. Tassilo Matthes und später Corni Glück nahmen den agilen Aufbauspieler weitgehend aus dem Spiel, in dem sie mit großem läuferischen Einsatz zumeist schon das Anspiel auf Gorgas verhinderten und sich auch im Eins-gegen-Eins keine Blöße gaben. Mit neun Punkten blieb der Gröbenzell am Ende so weit unter seinen Möglichkeiten.

Schon im ersten Viertel setzte Mühling zehn seiner elf Schützlinge ein, und auch im zweiten Abschnitt wechselte er munter durch, um stets eine frische Fünf auf dem Feld zu haben. Befeuert von einer deutlich engagierteren Verteidigung der Gröbenzell kam nun allerdings vorübergehend Sand ins offensive Getriebe der Spurs. Die Gastgeber holten einige Ballgewinne und profitierten auch von einer seltsamen Linie der insgesamt erschreckend schwachen Unparteiischen. Die ließen nun einige Grobheiten der Gastgeber ungeahndet, während auf Dachauer Seite häufig schon der Verdacht auf ein Foul für einen Pfiff ausreichte.

So schmolz der schöne Vorsprung bis zur Halbzeit dahin. Doch die Dachauer fanden nach der Pause zurück in die Spur. Coach Mühling hatte offenbar die richtige Ansprache gehalten, denn die Dachauer besannen sich auf ihre Stärken, setzten sich korbnah auch trotz Fouls durch, oder versenkten freie Würfe aus der Distanz – unbeirrt auch von immer schwerer nachzuvollziehenden Pfiffen (und Nicht-Pfiffen) der beiden Schiedsrichter.

Ganz anders die Gröbenzeller, die sich angesichts des Abstiegskampfs als dünnhäutiger erwiesen und sich zu Kritik an den Referees hinreißen ließen, die das mit einigen Technischen Fouls ahndeten. Prominentestes Opfer war schon drei Minuten nach Wiederbeginn Lion Gorgas, der sich nach seinem vierten Foul ebenfalls ein "T" holte und damit vorzeitig zum Duschen musste.

Die Spurs spielten nun wie aus einem Guss und setzten sich vorentscheidend ab. Mitte des vierten Viertels betrug der Vorsprung 25 Punkte (78:53). Das schlechte zweite Viertel war da längst vergessen. In den Schlussminuten erlaubten sie den Gröbenzellern noch etwas Ergebniskosmetik.

Slama Jama Gröbenzell – Dachau Spurs 70:83 (6:25/37:41/49:61):

Spurs: Igor Jurakic 21 (3), Milan Keser 16, Corni Glück 15 (1), Matheus Holderer de Vasconcelos 12 (1), Akin Arpac 6, Flo Widmann 6, Johannes Schwarz 4, Tassilo Matthes 2, Karol Firek 1, Steffen Haberland und Sebastian Hufgard.

 

Weitere Ergebnisse vom Wochenende:

U14: TSV 1865 Dachau - MTV Pfaffenhofen (47 : 84

U16w TSV 1865 Dachau Intern. Schule - SC Buchhof (57 : 46)

U18m: TSV 1865 Dachau - FC Bayern München (45 : 108)

Herren 2: TSV 1865 Dachau 2 - FC Tittling (74 : 58)

Herren 3 18:00 TSV 1865 Dachau 3 - TuS Geretsried 2 (73 : 37)