Newsletter 6/2017

 

Tag der offenen Tür in der Jahnhalle

Mit einem 12:0- Lauf hätten die Dachau Spurs einem schon verloren geglaubten Derby Sekunden vor dem Ende fast noch die Wende gegeben. Fast. Denn das Spiel endete dann doch symptomatisch für den gesamten Verlauf: Die Freisinger hatten das letzte Wort und gewannen hauchdünn, aber hochverdient mit 97:95 (50:51).
Es war ein wildes, unterhaltsames Offensivfeuerwerk, das die beiden Teams am Samstag in der Jahnhalle ablieferten. Das lag insbesondere daran, dass beide Mannschaften es in der Verteidigungsarbeit überhaupt nicht schafften, den Rhythmus des jeweiligen Gegenübers zu stören.

Spurs-Trainer Werner Mühling ärgerte sich besonders darüber, dass seine Warnungen vor Freisings Routinier Zlatan Dedic offenbar ungehört verhallt waren: "Wir haben ihm viel zu viel Platz gelassen, das war schon fast peinlich." Der 45-jährige Freisinger machte so das beste Spiel seit Jahren, nutzte die Freiräume und traf immer wieder aus der Distanz oder der Halbdistanz. Seine Nebenleute standen ihm indes in punkto Treffsicherheit in nichts nach.

Auf der anderen Seite hatten die 1865er lange Zeit immer die richtige Antwort. Caleb Willis bestätigte seinen Aufwärtstrend und war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Spurs. Seine 35 Punkte, darunter sechs Dreier, bedeuteten Saisonbestleistung. Das Gleiche galt für die 19 Punkte, die Sebastian Hufgard einsammelte. Das Duo lieferte vorne wie hinten eine starke Vorstellung, während beim übrigen Team allzu sehr Licht und Schatten wechselten.

Eine kleine Schwächephase der Spurs im letzten Viertel nutzten dann die Gäste, um sich erstmals abzusetzen (95:83/37.). Nach einer Auszeit von Coach Werner Mühling rappelten sich die 65er zwar noch einmal zu einer Energieleistung in der Verteidigung auf. Mit Ballgewinnen und schnellen Abschlüssen wurden die Gäste regelrecht überrumpelt. Nach einem 12:0- Lauf (Willis, Pieciak) stand es plötzlich 95:95.

Ein erneuter Blackout in der Defensive brachte dann knapp vier Sekunden vor Schluss die Entscheidung: Maxi Hellmich stahl sich seinem Bewacher davon, bekam unter dem Korb freistehend den Ball und konnte ihn unbedrängt einnetzen. Im Gegenzug versenkte zwar Karol Firek nach Pass von Willis noch einen Korbleger – doch Sekundenbruchteile, nachdem die Spielzeit bereits abgelaufen war.

Spurs: Caleb Willis 35 (6), Sebastian Hufgard 19 (1), Manu Prediger 15 (2), Akin Arpac 12, Johannes Schwarz 6, Thomas Pieciak 6, Karol Firek 2, Serkan Camdal.

(Torge Wester)


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