Sieg gegen Augsburg ist kein Selbstläufer

 

Dachau Spurs

Ein höchst unterhaltsames Basketballspiel mit dem erwarteten Sieg des Favoriten sahen die Fans der Dachau Spurs am Samstagabend. Mit 90:82 (46:40) bezwangen die Korbjäger des TSV Dachau 1865 den TV Augsburg, konnten sich allerdings dieses Sieges in keinem Moment des Spiels sicher sein.  Dass es im Spielverlauf durchgehend eng blieb, war insbesondere einer hervorragenden Darbietung des Tabellenletzten zu verdanken.

Die Schwaben nutzten über die gesamten 40 Spielminuten nahezu jede sich bietende Wurfmöglichkeit und trafen hochprozentig aus der Distanz. Dachauer Nachlässigkeiten wurden zumeist prompt bestraft. Dass die Spurs überhaupt zur Halbzeitpause führten, war zwei Umständen geschuldet: Zum einen stellte Coach Igor Jurakic bereits nach wenigen Minuten von Mann- auf Zonenverteidigung um. Einen 11:14-Rückstand wandelten die 65er daraufhin schnell in eine 22:16-Führung um – und sollten im weiteren Spielverlauf nicht mehr in Rückstand geraten.   Zum anderen war da Corni Glück. Den Topscorer der Spurs bekamen die Augsburger nicht zu fassen. Mit viel Zug zum Korb sammelte Glück allein in der ersten Hälfte 19 seiner 23 Punkte. Mehrmals im Verlauf setzten sich die Dachau Spurs etwas deutlicher ab, doch die Augsburger ließen sich nicht vorentscheidend abschütteln und kamen stets wieder heran. 

Für den spektakulärsten Lauf zeichnete Mitte des dritten Viertels Spurs-Kunstschütze Steffen Haberland verantwortlich: Seine vier Dreipunktetreffer in nur zwei Minuten waren rekordverdächtig. "Wir hatten heute eine gute Trefferquote aus der Distanz," fand auch Spurs-Coach Igor Jurakic, "das hat uns ein Stück weit gerettet." Elfmal trafen fünf verschiedene 1865er aus großer Entfernung. Die Zuschauer hatten definitiv ihren Spaß an diesem Schlagabtausch.

 

 

Dachau Spurs – TV Augsburg 90:82 (24:24/46:40/72:62) Spurs: Corni Glück 23 (2), Steffen Haberland 17 (5), Akin Arpac 14 (2), Manu Prediger 11, Matheus Holderer de Vasconcelos 8, Bojan Stojanovic 7, Sam Scheurich 6 (1), Tim Samanski 3 (1), Toni Rados 2, Tassilo Matthes, Paul Bruch