Spurs gegen Green Devils

 

Dachau Spurs

Es klingt nach einer leichten Aufgabe: Der Tabellendritte spielt beim Ligaschlusslicht. Doch wenn die Dachau Spurs am Samstag, 2. Februar, bei den Green Devils aus Schrobenhausen antreten (19.30 Uhr, Michael-Sommer-Mittelschule), ist das alles andere als eine „gmahde Wiesn“.

Klar, die Basketballer des TSV 1865 Dachau fahren nach sieben Siegen in Serie in der 2. Regionalliga mit breiter Brust und als hoher Favorit in die Spargelstadt. Doch neben der in so einem Fall immer bestehenden Gefahr, den Gegner zu unterschätzen, zeigt ein Blick auf die Historie der bisherigen Aufeinandertreffen, dass sich die Dachauer meist schwer taten mit den Schrobenhausenern.

Schrobenhausen spielt in seiner vierten Saison in der 2. Regionalliga, und es hat einige denkwürdige Duelle mit 1865 gegeben. Gleich am allerersten Spieltag 2015/16 traten die Spurs beim Aufsteiger in Schrobenhausen an und holten sich den Sieg dank eines überragenden Caleb Willis erst in den Schlussminuten. Vergangene Saison gewannen die Green Devils sogar in Dachau denkbar knapp. Am letzten Spieltag kam es in Schrobenhausen zum Schicksalsspiel, das die grünen Teufel gewinnen mussten, um sicher in der Liga zu bleiben. Sie verloren zwar, blieben dann aber doch in der 2. Regionalliga. „Es macht Spaß, in Schrobenhausen zu spielen“, freut sich darüber Igor Jurakic. „Dank der emotionalen Zuschauer herrscht immer eine dichte Atmosphäre“, weiß der Coach der Dachauer Korbjäger.

Ihre Stärken haben die Schrobenhauser auf den korbnahen Positionen mit drei Zwei-Meter-Leuten, darunter das 18-jährige Talent Lukas Bäumel, mit 14 Punkten im Schnitt zweitbester Scorer des Teams. Dreh- und Angelpunkt im Team der Green Devils ist allerdings Allrounder Claus-Jürgen Ludwig. Mit mehr als 20 Punkten ist der Kapitän heuer dabei. Mit drei Siegen und elf Niederlagen stehen die Schrobenhauser wieder mit dem Rücken zur Wand, liegen aber punktgleich mit Freising und nur einen Sieg hinter Milbertshofen. Mit ein, zwei Siegen wären die Devils wieder voll im Rennen.

Mit einem Sieg gegen den Konkurrenten Freising sowie einer spektakulären 105:114- Niederlage gegen den Tabellenzweiten Nördlingen bewiesen die Schrobenhausener jedenfalls, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben haben.

(Torge Wester)