Newsletter 8/2016


Spurs aus der Spur

Milbertshofen ist kein gutes Pflaster für die Dachau Spurs. Auch in dieser Saison wurden die 1865-Basketballer in der Gebrüder-Apfelbeck-Halle ihrer Favoritenrolle alles andere als gerecht. Mit 67:72 (37:40) zogen Willis & Co. den Kürzeren.

Vergeblich hatte Trainer Werner Mühling seine Mannschaft im Vorfeld gewarnt, noch so einen fehlerhaften Auftritt wie beim Zittersieg gegen Schrobenhausen dürfe man sich nicht erlauben. Das werde gerade auswärts bestraft. Doch einige Spurs waren diesmal von allen guten Geistern verlassen. So hatte Routinier Johannes Schwarz einen rabenschwarzen Tag erwischt. In der Offensive wollte dem 27-Jährigen rein gar nichts gelingen, und in der Defensive machte er in der Manndeckung keinen Stich gegen seinen früheren Kollegen Marco Hillebrecht.

Die Dachauer bekamen generell in der Verteidigung aber auch keinen Zugriff auf die Rückraumspieler, die ihnen mit viel Zug zum Korb oder einfachen Zwei-gegen-zwei-Aktionen immer wieder das Nachsehen gaben. Geduldig spulten die Hausherren ihre Angriffe herunter, fanden fast stets vor Ablauf der 24-Sekunden-Uhr einen gut postierten Mitspieler und schlossen hochprozentig ab.

Ihre beste Phase hatten die Spurs zwischen der 10. und 14. Minute, als sie sich auf 31:19 absetzten. Doch in der Folge wurde vorne wieder überhastet und fahrig abgeschlossen, während es einige 65er mit der Abwehrarbeit zunehmend nicht mehr so genau nahmen. Milbertshofen nahm die Geschenke dankbar an, und als der Hausherr dank eines Dreiers praktisch mit der Halbzeitsirene erstmals in Führung gingen, witterten sie Morgenluft.

Es kam, wie es kommen musste: Die Spurs hielten zwar das Spiel mit Einzelaktionen in der Offensive und einer Umstellung auf Zonenverteidigung noch eine Weile offen, mehr aber auch nicht. Immerhin wurde so nun Marco Hillebrecht gemeinschaftlich der Zahn gezogen. Doch obwohl Milbertshofen nach taktischen Fouls allein in der Schlussminute selbst fünf Freiürfe danebensemmelte, durften sie schließlich jubeln.

Spurs-Trainer Werner Mühling redete nicht lange um den heißen Brei herum: "Ich bin besonders von der Leistung unserer erfahrenen Spieler enttäuscht. Bis auf Sebastian Hufgard, der seine Sache gut gemacht hat, kam da ganz wenig. Seit dem Hellenen-Spiel ist es stetig bergab gegangen, jetzt haben wir erstmals die Quittung bekommen." Ein Lob bekam neben Hufgard noch Corni Glück, "auch Manu Prediger und Karol Firek haben ihre Sache gemacht". Doch das war unter dem Strich zu wenig.

MIL Baskets – Dachau Spurs 72:67 (18:23/40:37/52:53):

Spurs: Caleb Willis 15 (3), Corni Glück 14, Steffen Haberland 9, Manu Prediger 8 (1), Thomas Pieciak 7, Akin Arpac 6, Johannes Schwarz 4 (1), Sebastian Hufgard 4, Karol Firek, Tassilo Matthes, Julius Glück.

(Torge Wester)

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