Erkältungswelle: Spurs schwächeln

 

Dachau Spurs Die Spurs gewannen ersatzgeschwächt in Neumarkt, und auch andere 1865-Team feierten wichtige Siege am Samstag. 

So triumphierten die 1. Damen in der Bezirksklasse mit 55:54 bei Angstgegner Mammendorf, die U16 siegte in der Kreisliga 68:52 in Solln, und die U12-1 brachte in der Bezirksliga das Kunststück fertig, im Spitzenspiel Verfolger Freising klar mit 70:52 in die Schranken zu verweisen. Die U12 bleibt damit ungeschlagen und ist klar auf Meisterschaftskurs. Wie schon im Hinspiel mussten die Dachau Spurs bis zum Schluss, bis zum letzten Ballbesitz kämpfen, um gegen die Fibalon Baskets Neumarkt die Oberhand zu behalten. Obwohl personell stark angeschlagen, triumphierten die 1865-Basketballer mit 75:69 (15:18/33:41/53:54) in der Oberpfalz. Neben dem Rekonvaleszenten Tilman Bondzio traten auch Sam Scheurich (Knie) und Bojan Stojanovic (Rücken) die Reise nach Neumarkt erst gar nicht an. Und unter den verbliebenen zehn Spielern war eine ganze Reihe dabei, die beruflich oder erkältungsbedingt in der vergangenen Woche kein einziges Mal hatten trainieren können. 

 

Der fehlende Rhythmus war einigen Dachauern insbesondere in der Offensive anzumerken. "Die Neumarkter haben eine tiefe Zonenverteidigung gegen uns gespielt, gegen die wir uns immer wieder gute Distanzwürfe heraugespielt haben," sagt 1865-Coach Igor Jurakic. Das Problem: "Die Würfe sind nicht reingegangen, wohl auch der mangelnden Trainingsbeteiligung geschuldet."  Die Neumarkter, selbst ein wenig dezimiert und nur mit acht Spielern angetreten, lagen in der ersten Hälfte durchgehend knapp in Führung, und als sie sich direkt nach Wiederbeginn mit drei schnellen Dreipunktetreffern auf 15 Punkte absetzten (35:50/23.), stand es nicht gut um die Gäste aus Dachau. "Das war dann allerdings der ,Hallo-wach-Moment' für uns," sagt Jurakic. Sein Team verteidigte nun deutlich energischer, ließ in den nächsten gut vier Minuten keinen einzigen Punkt der Neumarkter mehr zu und war Ende des dritten Abschnitts auch dank dieses 11:0-Laufs wieder in Schlagdistanz. Im Schlussviertel blieb es spannend und knapp. Matheus Holderer de Vasconcelos – Jurakic: "Er war überragend" - hielt sein Team mit neun Punkten zwischen der 33. und 38. Minute fast im Alleingang am Leben. Youngster Sebastian Wolf und Routinier Steffen Haberland brachten die Spurs schließlich endgültig auf die Siegesstraße: Nach einem Foul traf Wolf nicht nur unter dem Korb sondern anschließend auch den Bonusfreiwurf, und Haberland stellte mit einem weiteren Korb auf 73:69.  Die Neumarkter mussten dann in den Schlusssekunden des Spiels ein Déjà-vu erleben, denn Spurs-Aufbauspieler Toni Rados gelang der nahezu identische "Steal" wie in der letzten Szene des Hinspiels.

Diesmal begingen die Hausherrn allerdings nach dem Fehlpass noch ein taktisches Foul an Rados, und der 65er verwandelte beide Freiwürfe eiskalt zum Endstand von 75:69. Igor Jurakic war erleichtert, dass seine Mannschaft trotz aller Widrigkeiten noch die Kurve bekommen hatte: "Unsere Defensive hat, wenn auch spät, wieder funktioniert und uns das Spiel gewonnen."

 

Baskets Neumarkt – Dachau Spurs 69:75 (18:15/41:33/54:53) Spurs: Matheus Holderer de Vasconcelos 18 (2), Corni Glück 18, Sebastian Wolf 10, Manu Prediger 9, Steffen Haberland 7 (1), Toni Rados 4, Tim Samanski 4, Tassilo Matthes 3 (1), Akin Arpac 2, Thibaut Munier.