Newsletter 11/2017


Spurs wachen zu spät auf

Im Schlussviertel kämpften sich die Spurs noch einmal heran und waren kurz davor, ein schon verloren geglaubtes Derby noch zu drehen. Am Ende reichte es nicht ganz, die Basketballer des TSV 1865 unterlagen den MIL Baskets in der Jahnhalle mit 80:83 (30:46).

Buchstäblich mit dem letzten Hemd waren die Spurs aufgelaufen. Neben dem langfristigen Rekonvaleszenten Steffen Haberland (Achillessehnenriss) mussten am Samstag auch Johannes Schwarz und Thomas Pieciak abwinken: Schwarz hatte sich gleich einige Finger der linken Hand im Training verdreht, eine Kapselverletzung. Und Pieciak schickte seinem Coach Werner Mühling eine Whatsapp, er habe sich die ganze Nacht übergeben müssen und sich wohl irgendwo einen Virus eingefangen. Daneben fehlte studienbedingt noch Tassilo Matthes. So mussten beispielsweise die angeschlagenen Aufbauspieler Karol Firek (Sprunggelenk) und Flo Widmann (Leiste) die Zähne zusammenbeißen. Doch zur Pause signalisierte auch Widmann seinem Trainer, dass es nicht mehr weitergehe.

Die Ausfälle machten sich gerade in der ersten Halbzeit vor allem in der Offensive der Spurs bemerkbar: Der Angriffsmotor stotterte gewaltig. Es lief wenig zusammen bei den Männern von der Jahnstraße, die sich gegen die lauffreudige Milbertshofener Verteidigung verzettelte. Allen voran Caleb Willis, der immer wieder von jenseits der Dreipunktelinie Maß nahm, sein Visier aber nach zwei schnellen Treffern zu Beginn offenbar falsch eingestellt hatte.

Stück für Stück setzten sich die Gäste so ab, und zur Halbzeitpause waren sie auf 46:30 enteilt – in der Kabine wurde Spurs-Coach Werner Mühling ungewohnt laut, forderte seine Truppe zu größerer Präzision und mehr Einsatz in Durchgang zwei auf.

Und die 1865er steigerten sich tatsächlich nach dem Seitenwechsel. Bis Mitte des dritten Viertels halbierten sie den Rückstand (42:50/24.). Die Baskets aus Milbertshofen zeigten sich zunächst unbeeindruckt und zog bis zur letzten Viertelpause scheinbar endgültig davon (67:48). Vor allem Ex-Spur Marco Hillebrecht setzte sich wie schon im Hinspiel immer wieder ins Szene.

Doch noch wollte sich die Spurs-Rumpftruppe nicht geschlagen geben. Angetrieben vom starken Rückkehrer Corni Glück, legten die Hausherren einen phänomenalen 15:0-Lauf hin. Sechs Minuten vor Schluss war die Partie tatsächlich wieder offen (63:67). Und sollte in der Folge offen bleiben. Mit einer Freiwurforgie behielt MIL am Ende aber die Nase knapp vorn. Den Gästen gelang in den letzten sieben Minuten zwar kein einziger Feldkorb mehr, dafür verwandelten sie elf von 17 Freiwürfen. Für die Spurs wäre mehr drin gewesen.

Dachau Spurs – MIL Baskets 80:83 (12:19/30:46/48:67)

Spurs: Caleb Willis 24 (3), Corni Glück 16, Sebastian Hufgard 13, Manu Prediger 8 (1), Akin Arpac 8, Karol Firek 6, Julius Glück 5, Flo Widmann.

(Torge Wester)

Danke an unsere Sponsoren:

Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs