Ein paar Kleinigkeiten fehlen zur Revanche

Dachau Spurs

Wie immer, wenn es am Ende nicht ganz reicht, liegt es aus Sicht des Verlierers an der einen oder anderen Kleinigkeit. Das war bei der 78:82 (34:42)-Heimniederlage der Dachau Spurs gegen den TSV Jahn Freising nicht anders. Der eine oder andere Freiwurftreffer mehr, der eine oder andere überflüssige Ballverlust weniger, die eine oder andere falsche Entscheidung richtig getroffen – und die 1865er hätten dieses Derby für sich entschieden und die peinliche Hinspielniederlage vergessen gemacht.

Obwohl: Ein wenig rehabilitieren konnten sich die Spurs schon. Denn im Vergleich zum Hinspiel in der Freisinger Luitpoldhalle waren die Mannen von Coach Werner Mühling in der Jahnhalle kaum wieder zu erkennen. Von der ersten Minute wurde gerackert und insbesondere in der Defensive Schwerstarbeit gegen die Freisinger Offensivpower geleistet. Gleich sechs Spieler punkten bei den Domstädtern im Schnitt zweistellig, doch am Samstag gelang das nur drei Akteuren.

Und doch zeigten die Gäste ein feines Offensivspiel, nutzten jede sich bietende Lücke, jeden Freiraum meist sofort zu einem erfolgreichen Abschluss aus. Coach Dennis Rühmann setzte alle zwölf Akteure ein und bekam das zurückgezahlt: Alle zwölf punkteten auch.

Mit einem 9:0-Lauf setzten sich die Gäste bis zum Ende des ersten Viertels ab, auch im zweiten Viertel mussten die Dachauer stets einem Rückstand hinterherlaufen. Nach dem Wechsel arbeiteten sich die Spurs aber wieder heran.

Ab Mitte des dritten Viertels war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, die Führung wechselte nun einige Male. Keser, Matheus Holderer de Vasconcelos und Igor Jurakic hielten ihre Mannschaft in der Offensive im Spiel, auch wenn der Motor stotterte und sich die Spurs allzu oft im eins gegen eins verzettelten. Das brachte erneut eine hohe Zahl von Ballverlusten mit sich.

Das fehlerhafte Spiel der Dachauer verhinderte letztlich auch den Sieg, denn in der entscheidenden Phase leisteten sich die Freisinger weniger Aussetzer. Bis zum 74:74 und auch 76:77 war in der Schlussminute alles offen. Doch die Spurs verwandelten in den entscheidenden Momenten nur einen von vier Freiwürfen und waren schließlich gezwungen, taktisch zu foulen, um die herunterlaufende Zeit zu stoppen. Und auch da waren die Freisinger besser: Claus Weiß versenkte fünf von sechs Freiwürfen in den letzten 30 Sekunden des Spiels.

Dachau Spurs – TSV Jahn Freising 78:82 (34:42)

Spurs: Milan Keser 23, Matheus Holderer de Vasconcelos 11 (1), Igor Jurakic 10 (2), Sebastian Hufgard 8, Karol Firek 8, Corni Glück 7, Akin Arpac 7 (1), Tassilo Matthes 4, Flo Widmann, Erik Wester.

 

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