Spurs erwarten die "kleinen" Bayern

 

Dachau Spurs

Es sind zwar schon noch einige Spieltage zu absolvieren in der 2. Regionalliga Süd. Doch mit dem an der Spitze stehenden FC Bayern München III steht eigentlich der Meister bereits so gut wie fest. Die Dachau Spurs empfangen den designierten Aufsteiger in die 1. Regionalliga am Samstag, 23. Februar, um 19 Uhr in der Jahnhalle.

Den Ligaprimus zu schlagen, ist stets eine ehrenvolle Aufgabe. Die Basketballer des TSV 1865 haben sich eben dieses vorgenommen, auch wenn nach der ärgerlichen Nördlingen-Niederlage vor zwei Wochen zuletzt in Leitershofen ein wenig die Luft raus war und die Spurs in Leitershofen prompt die zweite Niederlage in Folge kassierten, nach zuvor acht Siegen in Serie.

Den „kleinen“ Bayern wird aber sicher nur mit einem Sahnetag beizukommen sein, bei dem alles zusammenpassen muss: Fokus, Leidenschaft und Konzentration. Wobei der Ausdruck „kleine“ Bayern eigentlich ein falsches Bild vermittelt, denn die dritte Mannschaft des amtierenden Deutschen Meisters und Euroleague-Teilnehmers verfügt mit Abstand über die größten Spieler in der Liga. Das beginnt bei den 1,97 und 1,98 Meter großen Aufbauspielern Bruno Vrcic und Jason George und endet bei 2,09-Meter-Center Jonas Gieseck.

Die Mannschaft ist im Übrigen identisch mit dem Jugendbundesligateam, das in der NBBL ebenfalls eine überragende Saison spielt und bislang erst eine einzige Niederlage einstecken musste. Die durchweg 17- bis 19-jährigen Talente trainieren unter Profi-Bedingungen und tanzen sogar noch auf einer weiteren „Hochzeit“: Ein Großteil des 21-Mann-Kaders läuft auch noch für die zweite Mannschaft des FC Bayern auf, die in der Pro B bereits die Aufstiegs-Playoffs erreicht hat. Mit Andreas Wagner, der bereits Headcoach in der BBL war, sowie Bayernlegende Demond Greene arbeiten ebenfalls zwei Proficoaches an der Seitenlinie, dazu kommt noch ein Athletiktrainer.

Größe, Athletik, Ausdauer – im Eins-gegen-Eins ist gegen die junge Münchner Truppe in der Offensive nicht viel zu bewegen. Das funktioniert gegen die beste Defensive der Liga – sie lässt im Schnitt nur 62,5 Punkte zu – nur im Zusammenspiel.

Die 1865-Basketballer haben es im Übrigen im Hinspiel selbst vorgemacht, wie es geht. Bis drei Minuten vor Schluss führten die Dachauer durchgehend, die Sensation war greifbar nah, bevor die Bayern das Match doch noch drehen konnten.

(Torge Wester)