Spitzenreiter nicht in Bedrängnis gebracht

Dachau Spurs

Unter dem Strich war die Leistung der Dachau Spurs einfach nicht gut genug, um den Spitzenreiter ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Beim 75:103 (37:54) in Bad Aibling waren die 1865-Basketballer den Fireballs in allen Belangen unterlegen. 
Sieben Minuten lang währte die Illusion bei den Spurs, beim Tabellenführer der 2. Regionalliga Süd etwas zu reißen. Angeführt vom langen Milan Keser, erspielten sich die Gäste tatsächlich eine 21:12-Führung. Doch die ersten Wechsel bei Dachau brachten ebenso Sand ins Getriebe wie eine Umstellung der Aiblinger auf Zonenverteidigung. Die Folge war ein aus Spurs-Sicht ernüchternder 16:0-Lauf der Fireballs, der die Kräfteverhältnisse im Handumdrehen wieder zurechtrückte.
Im zweiten Viertel wurde es aus Gästesicht nicht besser, lediglich Tassilo Matthes und Corni Glück sorgten in der Offensive für einige Lichtblicke. In der Defensive kam jedoch immer wieder ein 65er zu spät oder war zu weit weg von seinem Gegenspieler, sodass die Fireballs häufig zu unbedrängten Abschlüssen kamen - sowohl korbnah als auch hinter der Dreipunktelinie. 
Zwar machten die Aiblinger nach der Pause da weiter, wo sie aufgehört hatten und schenkten den Dachauern mal schnell einen weiteren 10:1-Lauf ein. Doch die Spurs erinnerten sich nun wohl an die Halbzeitansprache von Coach Werner Mühling, der sein Team an der Ehre gepackt und gefordert hatte: "So wollen wir nicht nach Hause fahren!" Die Spurs nahmen ihren Coach beim Wort und schafften es - wieder in einer siebenminütigen Zeitspanne - sich mit einem 20:8-Zwischenspurt wieder etwas heranzuarbeiten. Der 58:72-Zwischenstand nach dem dritten Viertel ließ das Handvoll mitgereister Spurs-Fans auf der Tribüne wieder ein wenig hoffen.
Doch im Schlussviertel wollte bei den Spurs weder im Angriff noch in der Verteidigung noch recht viel gelingen. Fireballs-Kunstschütze Miodrag Mirceta spielte nun mit seinen jeweiligen Verteidigern Katz und Maus und erzielte 15 seiner insgesamt 28 Punkte. Er war es auch, dem es mit zwei Freiwürfen in der Schlussminute gelang, den "Hunderter" für sein Team voll zu machen. Auf der anderen Seite kamen die Spurs zwar gegen die Zonenverteidigung der Hausherrn immer wieder zu offenen Würfen, trafen aber viel zu wenig - vier Dreier im ganzen Spiel.
Die Spurs hatten wie schon im Hinspiel dem starken Aiblinger Schlussviertel-Auftritt wenig entgegenzusetzen. Und doch gab es aus ihrer Sicht noch ein kleines Highlight: Der 17-jährige Paul Bruch kam zu seinen ersten knapp zehn Regionalliga-Minuten - und machte seine Sache sehr ordentlich. Er wurde sogar zweimal nach Fouls an die Freiwurflinie geschickt und traf dort zwei der vier Versuche.

Bad Aibling Fireballs - Dachau Spurs 103:75 (28:21/54:37/72:58)
Spurs: Milan Keser 18, Corni Glück 10, Sebastian Hufgard 10 (2), Igor Jurakic 9, Tassilo Matthes 8 (1), Akin Arpac 7 (1), Karol Firek 6, Johannes Schwarz 5, Paul Bruch 2.