Newsletter 19/2016

 

Spurs geht die Puste aus

Thomas Pieciak stand schon wieder, er hatte sein Lächeln wiedergefunden und stieß mit einem Bier mit seiner Mannschaft an. Schließlich hatte er Geburtstag. Wenige Minuten zuvor hatte sich der Aufbauspieler der Dachau Spurs noch, von schlimmen Krämpfen geplagt, auf dem Boden der Sporthalle an der Dachauer Straße gekrümmt. An seinem 29. Geburtstag hatte der kleine Wirbelwind alles gegeben und mit seiner Mannschaft beinahe für eine Überraschung im Spiel gegen München Basket gesorgt.
Dass es am Ende für die 1865-Basketballer nicht ganz reichte und sie im Spitzenspiel der 2. Regionalliga mit 68:72 (40:35) verloren, dafür waren die Krämpfe von Pieciak fast symbolhaft. Denn die Spurs kontrollierten zur allgemeinen Überraschung über weite Strecken dieses Derby, um es im Schlussviertel noch herzugeben.
Die rund 100 Zuschauer, darunter viele Fans aus Dachau, sahen auch ein Duell zweier spektakulärer Spielmacher. Ein starkes Spiel machte auf Münchner Seite wie erwartet Nicolas Schwartz, der von den Spurs nie ganz in den Griff zu bekommen war. Insbesondere Caleb Willis und Tassilo Matthes kümmerten sich um Schwartz, der am Ende dennoch auf 20 Punkte kam und dazu noch seine Mitspieler gut in Szene setzte.
Trotz des Trainingsrückstands nach krankheitsbedingter Pause machte auch sein Dachauer Pendant Thomas Pieciak ein gutes Spiel. Er entwischte seinem Bewacher – zumeist Schwartz – immer wieder und traf auch aus der Distanz.
Die Spurs leisteten sich zwar zum Verdruss von Coach Werner Mühling in der Offensive immer wieder mal fahrlässige Ballverluste, doch sie arbeiteten gut zusammen und schlossen hochprozentig ab. So war die Pausenführung (40:35) nicht unverdient.
Nach dem Wechsel schafften die Spurs sogar, auf 50:37 zu enteilen.
Doch dann kam ein Bruch ins Dachauer Spiel.Das war natürlich auch der personell angespannten Situation geschuldet.
In der 34. Minute glich München erstmals aus, und als Thomas Pieciak zum erstenmal mit einem Krampf rausmusste, setzte sich der Hausherr mit einem 8:0-Lauf letztlich vorentscheidend ab (69:61/39.). Kurz vor Schluss kam Pieciak nochmal rein, nur um sich wenig später mit schlimmen Krämpfen erneut am Hallenboden zu wälzen. Den Spurs ging schließlich die Puste aus.

(Torge Wester)

Danke an unsere Sponsoren:

Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo Förderverein Basketball Dachau Spurs Logo GKK Partners