Newsletter 24/2017


Damen: Sensation beim Spitzenreiter

Dachau Spurs

Eine Sensation ist den Basketball-Damen des TSV 1865 Dachau in der Bezirksoberliga gelungen: Bei Tabellenführer MTSV Schwabing triumphierten die Dachauerinnen hochverdient mit 60:55 (32:21). Damit hat die Mannschaft von Trainer Jesse Freund einen Spieltag vor Schluss nicht nur den Klassenerhalt gesichert, sondern sich sogar noch auf Platz vier vorgearbeitet.
Den Grundstein für den Überraschungserfolg bei den Schwabingerinnen legte 1865 mit einer höchst effektiven und beherzten Defensivarbeit. Bis auf die Croft-Schwestern Jennifer und Joanna (18 und 16 Punkte) konnte sich so bei den Gastgebern niemand in Szene setzen, während bei den Gästen drei Spielerinnen in zweistellige Bereiche vorstießen, allen voran Steffi Wester, der vier Dreier gelangen. Die Dachauerinnen führten das gesamte Spiel, lange Zeit auch zweistellig. Lediglich Mitte des Schlussviertels wurde es noch einmal enger, Schwabing gab nie auf, konnte aber die Wende nicht mehr erzwingen.
Damit haben die 1865erinnen ungewollt auch noch einmal für Spannung im Meisterschaftsrennen gesorgt. Denn nach der Schwabinger Niederlage hat jetzt der Zweite Bad Aibling nach Minuspunkten gleichgezogen.

MTSV Schwabing II – TSV 1865 Dachau 55:60 (7:11/ 21:32/34:49)
Dachau: Steffi Wester 17 (4), Leo Angermeier 11 (1), Alex Siegl 11, Lara Woyack 9, Christina Böpple 6, Gina Egerer 4, Katrin Andrä 2, Helena Selig.

Herren I: Vorsprung nicht ins Ziel gebracht

Dachau Spurs

In den letzten fünf Spielminuten schien der Korb für die Spurs wie vernagelt. Kein Distanzwurf senkte sich mehr in die Maschen, Korbleger wurden versemmelt, Freiwürfe danebengesetzt. Alles, was die 1865-Basketballer bis dahin gut gemacht hatten, ging nun buchstäblich daneben. So verloren die Mühling-Mannen letztlich doch noch mit 81:85 (45:37) gegen München Basket – mit der Erkenntnis, dass gegen den Tabellenzweiten mehr drin gewesen wäre.
Drei Viertel lang sahen die Zuschauer in der Jahnhalle einen hochklassigen Schlagabtausch. Dabei gehörten die ersten zehn Minuten Caleb Willis, der US-Amerikaner der Spurs sammelte allein elf Punkte, darunter drei Dreier, und war Garant für eine frühe Führung. Dem wollte im zweiten Viertel dann Corni Glück nicht nachstehen und lochte nun ebenfalls dreimal aus großer Entfernung ein, toppte das Viertelergebnis von Willis mit 13 Punkten sogar noch – die 45:38-Halbzeitführung war absolut verdient.

Als dann die Münchner nach dem Seitenwechsel die Taktik umstellten und die Rückraumspieler enger markierten, gab die Spurs den Ball in der Offensive immer wieder zu Akin Arpac, der sein Heil erfolgreich im "Eins-gegen-Eins" in Korbnähe suchte. Das dritte Viertel wurde folgerichtig seins: 12 Punkte die Bilanz des Spurs-Forwards.

Die Münchner ließen sich jedoch, anders als in der ersten Halbzeit, nicht mehr abschütteln. Das lag insbesondere am Duell der beiden Spieler mit der Trikotnummer vier: Während bei den Spurs Caleb Willis abbaute, drehte nun Münchens Bester, Nicolas Schwartz, mit jeder Minute mehr auf. Auf dem Weg zum Korb war er, wenn überhaupt, nur mit Fouls zu stoppen. Nicht nur einmal versenkte er nach erfolgreichem Korbleger dazu noch einen Bonus-Freiwurf.

Die Spurs kämpften. Doch die Würfe wollten nicht mehr fallen. Ein bisschen Hoffnung keimte noch einmal auf, als Karol Firek es tatsächlich mit beherzter Verteidigung einige Male schaffte, sein Pendant Nicolas Schwartz erfolgreich den Weg zum Korb zu versperren. Als Manu Prediger mit einem Dreier – im Übrigen der einzige Feldkorb der Spurs in den letzten fünf Minuten – auf 81:83 verkürzte, schien wieder alles möglich.

Doch selbst dass die Münchner nur zwei von vier Freiwürfen nach taktischen Fouls verwandelten, konnten die 65er an diesem Abend für sich nutzen. Wie schon im Hinspiel waren die Münchner in den entscheidenden Szenen einfach cleverer. Und hatten in Nicolas Schwartz (27 Punkte) den Matchwinner.

Dachau Spurs – München Basket 81:85 (21:13/45:38/65:63)
Spurs: Caleb Willis 23 (4), Akin Arpac 19, Corni Glück 17 (3), Manu Prediger 15 (2), Johannes Schwartz 4, Karol Firek 2, Tassilo Matthes 1, Flo Widmann, Thomas Pieciak.