Saisonstart

 

Dachau Spurs

 

Das Damenteam testete erfolgreich auf einem Turnier, nahezu alle Jugendmannschaften waren am Wochenende für freundschaftlichen Vergleiche nach Fürstenfeldbruck gereist - U12-1, U12-2, U14, U16 und U18 gewannen allesamt - die 1. und die 2. Herrenmannschaft stiegen derweil in den Spielbetrieb ein. Währen die 2. Herren ihr Auswärtsspiel in der Bezirksklasse beim TSV Utting sicher mit 76:62 (43:31) gewann, unterlagen die Regionalliga-Herren denkbar knapp mit 67:70 (37:36) in Stadtbergen. Stark angefangen, ebenso stark nachgelassen: So lässt sich der Auftritt der Spurs in Stadtbergen am besten beschreiben. Es bleibt dabei, dass die 1865-Basketballer bei der Reserve des BG Leitershofen/Stadtbergen nicht gewinnen können.

Ärgerlich war die Schlappe auch deshalb, weil die Mannschaft von Trainer Igor Jurakic drei Viertel lang alles im Griff zu haben schien. Doch am Ende lief alles schief. Die Spurs waren klasse aus den Startlöchern gekommen und gleich mit 13:0 in Führung gegangen. Die Schwaben fanden zunächst überhaupt kein Mittel gegen die 1865-Defensive, brauchten fast fünf Spielminuten, um überhaupt den ersten Punkt zu machen. Das 21:10 für Dachau zur ersten Viertelpause ließ das halbe Dutzend mitgereister Fans auf der Tribüne auf einen entspannten Samstagnachmittag hoffen. Doch in der Folge deuteten die Leitershofer schon an, dass sie sich nicht wehrlos ergeben würden. Spielerisch waren sie zwar beschränkt in ihren Mitteln, sie kompensierten das allerdings mit großer Kampfkraft und vielen Nickligkeiten.

Die 65er ließen sich aus der Spur bringen, schlossen nun in der Offensive allzu oft überhastet ab und eilten nach Ballverlusten oder Leitershofer Rebounds nicht konsequent genug zurück. In der Folge kassierten die Spurs einen Schnellangriff nach dem anderen. Und als die Gastgeber auf eine Zonenpressdeckung umstellten, eroberten sie reihenweise den Ball und kamen zu einfachen Korblegern. Die Dachauer retteten sich mit einer hauchzarten Ein-Punkte-Führung in die Halbzeitpause. Das dritte Viertel sah eine wieder etwas konzentriertere Mannschaft aus Dachau, die allerdings in Rückstand geriet. Immerhin: Zwei Dreier und ein spektakulärer Breakaway-Dunk von Manu Prediger bedeuteten einen 8:0-Lauf zum Viertelende und eine Dachauer 59:55-Führung. Doch es sollte die letzte Führung der Spurs in diesem Spiel bleiben. Die Leitershofer zwangen ihre Gegenüber mit einer erneuten Zonenpresse übers ganze Feld im Schlussviertel immer wieder zu Fehlern und schlecht vorbereiteten Abschlüssen und setzten sich bis zwei Minuten vor dem Ende auf 68:61 ab. Irgendwie kämpften sich die Gäste noch einmal heran.

Dachaus Bester, Corni Glück (19 Punkte) stellte mit zwei Freiwürfen auf 67:68. Da waren noch 14 Sekunden zu spielen. Nach einer Auszeit foulten die 1865er taktisch, Leitershofen verwandelte ebenfalls zwei Freiwürfe. Dachau hatte 12 Sekunden, um den Dreipunkterückstand zu egalisieren. Der letzte Spurs-Angriff war dann symptomatisch für dieses Spiel: Leitershofen erzwang einen bedrängten Wurf, der daneben ging. Thibaut Munier war in diesem Fall der Pechvogel: Der Ball prallte nach seinem soliden Dreipunkteversuch vom Ring hoch in die Luft und weg vom Korb, während die Zeit ablief. Spurs-Coach Igor Jurakic brauchte nach dem Spiel eine Weile, bis er die Sprache wiederfand, war fassungslos ob dieser Auftaktniederlage. "Wir hätten dieses Spiel hier klar gewinnen müssen", fand er angesichts der Möglichkeiten der beiden Teams.

Corni Glück 19 (2), Manu Prediger 15 (2), Steffen Haberland 8 (2), Sam Scheurich 7 (1), Akin Arpac 6, Matheus Holderer de Vasconcelos 6 (1), Tilman Bondzio 3 (1), Thibaut Munier 3 (1), Paul Bruch, Tim Samanski, Bojan Stojanovic.