Heimspiele bei 1865 am Wochenende

 

Dachau Spurs

Es war ein schweres Stück Arbeit. Doch am Ende rangen die Spurs die Baskets Neumarkt nieder: Mit 87:85 (48:50) gewannen die 1865-Basketballer ihr drittes Match in Folge. Das Spiel wurde erst mit dem letzten Ballbesitz entschieden.
Die Schluss-Sirene ertönte, und die Spurs machten Jagd auf Toni Rados. Im Vollsprint rannten die Dachauer Basketballer ihrem Neuzugang hinterher, schnappten ihn sich hinter dem gegnerischen Korb und begruben ihn unter sich. Der 23-Jährige hatte sich die Glückwünsche seiner neuen Teamkameraden mit einem Geniestreich verdient: Rados hatte drei, vier Sekunden vor Ablauf der Spielzeit seinem bärenstarken Einstand die Krone aufgesetzt und einen Pass abgefangen, der den letzten Neumarkter Angriff zunichtemachte.
Rados hatte wie ein Schachspieler den letzten Spielzug der Gäste vorausgeahnt und den Ball abgefangen, mit dem er den völlig perplexen Oberpfälzern auf- und davondribbelte. 
Der Kroate war einer der Matchwinner eines äußerst umkämpften Spiels. Ein anderer war Steffen Haberland. Der erfahrene Forward hatte sein Team in der Schlussminute mit einem Dreipunktewurf aus der Ecke und zwei sicher verwandelten Freiwürfen scheinbar vorentscheidend mit 86:82 in Führung gebracht.
Doch Neumarkt gab keineswegs auf. Ein „Glücks-Dreier“, den der lange Sebastian Wyczisk elf Sekunden vor dem Ende aus fast acht Metern mit Brett (!) glücklich traf, brachte die Baskets noch einmal in Schlagdistanz. Nach einem schnellen taktischen Foul verwandelte Sebastian Wolf für Dachau einen von zwei Freiwürfen, und Neumarkt hatte den letzten Ballbesitz. Mit einem Dreipunktewurf eines der bis dahin sehr sicheren Distanzschützen wollten die Oberpfälzer das Spiel für sich entscheiden. Doch Toni Rados hatte den Braten gerochen und verhinderte das mit dem „Steal“ des Spiels. Es durfte gejubelt werden.
Spurs-Coach Igor Jurakic war derweil „fix und fertig“. Ohne drei Starter – die verhinderten Sam Scheurich und Matheus Holderer de Vasconcelos sowie der gesperrte Bojan Stojanovic – hatte sich seine Truppe enorm schwergetan gegen eine mehr als wehrhafte Neumarkter Mannschaft. Zur Pause führte der Gast knapp, auch „weil wir in den ersten 20 Minuten zu abwartend, zu passiv waren. Das lag einerseits wohl daran, dass uns wichtige Schlüsselspieler fehlten, andererseits, weil wir den Gegner überhaupt nicht kannten“, glaubt Igor Jurakic.
Erst nach der Pause bekamen die Dachauer in der Verteidigung „einen besseren Zugriff“ (Jurakic) auf ihre Gegenüber.
Die Neumarkter profitierten von ihrer körperlichen Überlegenheit. 2,10-Meter-Mann Tim Hundt und seine Kollegen holten sich immer wieder Offensivrebounds und erarbeiteten sich so zweite Wurfchancen. Der 21-jährige Hundt und sein Dachauer Pendant, der 19-jährige Sebastian Wolf, lieferten sich ein spektakuläres Duell unter den Körben. Der rund 15 Zentimeter längere Hundt kam schließlich auf 12 Punkte, doch Wolf machte eines seiner stärksten Spiele überhaupt im Trikots der Spurs, ackerte in der Defensive, holte Rebounds und durfte doch nur wenige Minuten auf der Auswechselbank verschnaufen. Seine 13 Punkte toppten gar noch die seines direkten Gegenspielers.   
Tilman Bondzio machte ebenfalls sein bestes Spiel bisher, vier Dreier gingen einher mit 18 Punkten – ein „Breakout-Game“, wie die Basketballer sagen. Und Corni Glück, der Topscorer des Teams, war auch gegen Neumarkt „Mister zuverlässig“, mit 21 Zählern. Fünf Spurs punkteten zweistellig, das war der Grundstein zum Erfolg. Matchwinner Toni Rados reihte sich mit 14 Punkten auch hier prächtig ein.

Weitere Ergebnisse am Wochenende:

U12-1 - MTV München 101:24 U12-2 - Althegnenberg 88:14 Forstenried - U16 60:56 Herren 2 - Staffelsee 49:55 Hellenen - U14 82:53 Weilheim - Herren III 45:52 Germering - Damen 54:57: