Spurs holen im Derby ersten Saisonsieg
Dachau Spurs

Ganz rund läuft der Motor der Spurs noch nicht. Doch für das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison in der 2. Regionalliga hat es gereicht: Mit 78:66 (41:34) bezwangen die Basketballer des TSV 1865 Dachau Slama Jama Gröbenzell.
Mit einem zwischenzeitlichen 19:2-Lauf im ersten Viertel rollten die Spurs zunächst regelrecht über die Gröbenzeller hinweg. Während die Dachauer vor allem immer wieder unter dem Korb punkteten, ließen sie in der Verteidigung korbnah ganz wenig zu.
Bis lange ins zweite Viertel sah das ziemlich souverän aus. Doch in der Folge stieg die Fehlerquote bei den Spurs stetig. Wie schon im Milbertshofen-Spiel häuften sich nun die Fehlpässe und Ballverluste bei den Hausherren, die damit die Gäste wieder stark machten.

Zumindest die Verteidigung stand aber. So schafften es die Gröbenzeller zwar, sich heranzuarbeiten, eine Führung erlaubten ihnen die 1865er aber kein einziges Mal. Das war insbesondere ein Verdienst der großen Leute bei den Spurs. Wenn der Ball mal in ihren Händen lag, kamen sie auch regelmäßig zum Abschluss. Von den Gröbenzellern waren sie häufig nur mit Fouls zu stoppen. So verabschiedeten sich gleich drei lange Gästespieler vorzeitig mit dem jeweils fünften Foul.
Als sich die Rückraumspieler um den starken Corni Glück dann im vierten Spielabschnitt wieder fingen, setzten sich die Dachauer doch wieder ab. Die Fehlerquote sank nun wieder, dazu wurden auch die Distanzschützen der Gröbenzeller besser bekämpft. Am Ende standen dennoch bei SJ zehn erfolgreiche Dreipunktewürfe zu Buche.
"In der Offensive haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns", seufzte ein erleichterter Spurs-Coach Werner Mühling nach dem Spiel. Immerhin konnten gleich fünf seiner Spieler zweistellig punkten – ein gutes Zeichen dafür, dass zusammengespielt wird.

Dachau Spurs – Slama Jama Gröbenzell 78:66 (26:13/41:34/ 56:52)
Spurs: Corni Glück 17 (1), Akin Arpac 16 (1), Qendrim Hajdaraj 12, Igor Jurakic 10, Matheus Holderer de Vasconcelos 10, Tassilo Matthes 6, Flo Widmann 3, Karol Firek 2, Steffen Haberland 2, Sebastian Lange und Erik Wester.

Ehemaliger Spurs-Coach ist neuer Teamchef der österreichischen Basketball-Herren
Dachau Spurs

Matthias Zollner ist neuer Teamchef der österreichischen Basketball-Herren. Der 36-Jährige tritt die Nachfolge des Litauers Kestutis Kemzura an, der zwei Sommer lang im Amt war. Der Vertrag des gebürtigen Dachauers und früheren Spurs-Trainers läuft vorerst bis zum Ende der ersten Phase der WM-Qualifikation (Anfang Juli 2018), in der es gegen Serbien und Georgien geht – und gegen Deutschland.
Die österreichische Nationalmannschaft habe sich zuletzt "extrem weiterentwickelt", sagte Zollner nach seiner Bestellung. "Es ist eine große Ehre für mich, an der Fortsetzung dieser Entwicklung teilhaben zu dürfen."
Zollner stammt aus Dachau und ist gelernter Physiotherapeut. Er trainierte bis 2009 die Dachau Spurs in der 1. Regionalliga. 2013 wurde er vom österreichischen Bundesligaverein UBC Güssing verpflichtet und führte die Mannschaft zu den österreichischen Meistertiteln 2014 und 2015, wurde 2015 zudem Pokalsieger. Zweimal wurde er als "Trainer des Jahres" in der österreichischen Bundesliga ausgezeichnet.
Im ersten Heimspiel in der WM-Quali empfängt Österreich am 27. November in Schwechat mit Deutschland die Auswahl aus Zollners Heimatland, was dem Schlager der Gruppe G wohl noch zusätzliche Brisanz verleihen wird. Denn der österreichische Teamchef war im Sommer 2012 Assistant-Coach von Svetislav Pesic bei der deutschen Herren-Nationalmannschaft.