Deutlicher Sieg gegen Schrobenhausen

 

Dachau Spurs

Die Heimschlappe von vor einem Jahr steckte wohl noch in den Köpfen der Spurs. Denn die Basketballer des TSV 1865 Dachau gaben von Minute eins an Vollgas gegen die Green Devils des SSV Schrobenhausen. „Wir haben sie nicht auf die leichte Schulter genommen, und da hatten die Schrobenhauser insgesamt wenig entgegenzusetzen“, freute sich Spurs-Coach Igor Jurakic, dessen Team nach einer famoser Vorstellung klar mit 92:61 (47:33) gegen Schrobenhausen triumphierte.

Wie ein D-Zug überrollten die 1865er die Gäste teilweise schon in der Anfangsphase. Nach Ballgewinnen und Defensivrebounds schalteten die Dachauer atemberaubend schnell auf Offensive um und schlossen einen Fastbreak nach dem anderen erfolgreich ab. Allen voran Corni Glück, der das Leder mit einigen spektakulären Dunks in den Korb stopfte. Nicht zu stoppen im ersten Viertel war auch Johannes Schwarz.

Nach einem 27:14 nach den ersten zehn Spielminuten ging es zunächst genauso weiter, und als die Dachau Spurs Mitte des zweiten Viertels mit 40:18 in Front lagen, war klar, dass die Gäste an diesem Abend in der Jahnhalle nichts würden reißen können. Und dann trat doch das ein, was ein Trainer so ungern erlebt: Die 65er schalteten unterbewusst einen Gang zurück. „Da haben wir uns auf unserem 20-Punkte-Vorsprung ausgeruht, in der Defensive war das überhaupt nicht gut, was wir da gespielt haben“, ärgerte sich Jurakic ein wenig.

Als dann Schrobenhausen nach der Halbzeitpause deutlich wacher aufs Spielfeld zurückkehrte und mit einem kleinen 7:0-Lauf sogar auf einen einstelligen Zwischenstand (40:49) verkürzte, hatte der Spurs-Coach die Faxen dicke. Er ordnete eine Ganzfeldpresse an, um sein Team aufzuwecken und den Gegner unter Druck zu setzen. Das klappte prächtig, weil Schrobenhausen damit „gar nicht zurechtgekommen ist“, wie Jurakic beobachtete.

Im Spiel der Dachauer war nun wieder der Zug der Anfangsviertelstunde, mit einem 11:0-Lauf brachten sie Mitte des dritten Spielabschnitts wieder mehr als 20 Zähler zwischen sich und den Kontrahenten (67:46). Dachaus Bester Corni Glück erzielte allein zehn Punkte in dieser erneuten Drangphase der 1865er, die fortan konzentriert blieben.

Alle neun eingesetzten Spurs beteiligten sich an der Punkteausbeute. Defensiv-Ass Tassilo Matthes hatte auch in der Offensive einen Sahnetag erwischt und punktete wie vier seiner Kollegen zweistellig. Die höchste Ausbeute dieser Saison verzeichnete auch Kunstschütze Tilman Bondzio, wobei es Jurakic auch freute, „dass er sich nicht nur auf seinen Schuss verlassen hat, sondern auch zum Korb gezogen ist“.

Schließlich war der 1865-Trainer noch „sehr froh“, dass Matheus Holderer de Vasconcelos nach einer rund halbjährigen Zwangspause (Knie) wieder angreifen konnte „und gleich einen super Einstieg gefeiert hat“.

Dachau Spurs – Green Devils Schrobenhausen 92:61 (27:14/47:33/75:49)

Spurs: Corni Glück 22 (1), Tilman Bondzio 15 (3), Johannes Schwarz 13, Tassilo Matthes 12 (2), Manu Prediger 10, Steffen Haberland 8 (2), Matheus Holderer de Vasconcelos 5, Sam Scheurich 5 (1), Karol Firek 2.