Herren I gegen Nördlingen

 

Dachau Spurs

Viermal waren die Dachau Spurs in den ersten vier Spielen die bessere Mannschaft, dreimal gewannen sie, einmal schenkten sie den Sieg noch her. Doch noch ist unklar, wo die 1865-Basketballer leistungsmäßig stehen, in der 2. Regionalliga Süd. Ein guter Gradmesser dürfte der aktuelle Gegner sein. Denn der TSV Nördlingen, der die Dachauer am Samstag (19.30 Uhr, Hermann-Keßler-Halle) empfängt, gehört zu den Meisterschafts- und Aufstiegsfavoriten in der Liga.

„Die Nördlinger sind mit ihren Profis natürlich eine Topmannschaft“, sagt Spurs-Coach Igor Jurakic vor dem Ausflug in Schwäbische. Mit einem Spanier, einem Bulgaren und einem US-Amerikaner beschäftigen die Nördlinger gleich drei bezahlte Spieler: Unter dem Korb räumt Garny Garcia Nivar auf. Der 29-jährige 130 Kilogramm schwere 2,05-Meter-Mann ist ein extrem bulliger Vertreter auf der Center-Position. Vielseitig einsetzbar sind dagegen der Bulgare Georgi Krastev (24) und der Amerikaner Shaquan Cantrell (23), beide jeweils 1,95 Meter groß. Der Mann aus dem US-Bundesstaat Georgia hat an den ersten Spieltagen in der 2. Regionalliga schon für kräftig Schlagzeilen gesorgt, unter anderem mit 53 erzielten Punkten bei der 105:61-Klatsche gegen den TSV Jahn Freising.

Die Spurs müssen gegen die Schwaben, die viermal die Woche unter dem hauptamtlichen ungarischen Trainer Gary Szabo trainieren, eine Topleistung abliefern müssen, um nicht mit leeren Händen zurückzukommen.

Fehlen werden bei den Spurs in Nördlingen weiter Flo Widmann (verletzt) und Julius Glück (England-Aufenthalt). Kurzfristig abmelden musste sich zudem Aufbauspieler Karol Firek, der sich unter der Woche einen Nerv eingeklemmt hat. 

Dafür darf U16-Coach Matheus Holderer de Vasconcelos endlich selbst wieder die Basketballstiefel schnüren. Der Brasilianer hinterließ gegen Schrobenhausen nach monatelanger Zwangspause einen guten Eindruck, „auch wenn es noch Abstimmungsprobleme in der Teamdefensive gibt und er natürlich konditionelle Defizite aufweist“, so Coach Jurakic.

Er wird wohl diesmal auch wieder Kapitän Sebastian Hufgard an Bord haben, der ganz kurzfristig noch gegen Schrobenhausen ausgefallen war. Denn ist Papa geworden: Seine Frau Maria gebar einen gesunden Buben.