Spurs bauen Siegesserie aus

 

Dachau Spurs

Die Spurs haben ihre Siegesserie in der 2. Regionalliga in beeindruckender Manier ausgebaut: Ein deutliches 87:73 (37:31) stand am Ende auf der elektronischen Anzeigetafel, aber noch mehr beeindruckte die Art und Weise, wie die 1865-Basketballer dieses Derby gegen den Tabellendritten München Basket beherrschten.
Es war eines der temporeichsten Spiele der vergangenen Jahre überhaupt in der Jahnhalle, die Münchner wurden vom Dachauer Geschwindigkeits-Basketball in einigen Phasen geradezu überrollt. Beide Teams setzten den Gegner vom Start weg mit Zonen-Pressdeckung übers ganze Feld mächtig unter Druck. Ziel dieser Verteidigungsart ist es, den Gegner zu Fehlern oder zu überhasteten Wurfversuchen zu verleiten.
Die Dachauer Pressverteidigung war indes die deutlich effektivere. Immer wieder eroberten Sam Scheurich & Co. das Spielgerät, sie schalteten dann rasend schnell auf Angriff um. München Basket schien total überrascht und benötigte fast fünf Spielminuten, um überhaupt den ersten Korb zu erzielen. Über 10:2 und 19:7 setzten sich die 65-Basketballer schon im ersten Viertel ab, sie legten so den Grundstein für den späteren Erfolg.
„Wir haben in den vergangenen zwei Wochen echt viel Zonenpresse trainiert“, verrät 65-Youngster Thibaut Munier. Das zahlte sich aus, jeder Dachauer Spieler schien seine Aufgabe genau zu kennen, nach dem „Doppeln“ der Angreifer an der Mittellinie wurde nach dem ersten Pass stets sofort das entstehende Loch gestopft; wie eine geölte Maschine funktionierte die Zusammenarbeit vor dem eigenen Korb.
„Die Stimmung in der Mannschaft ist wirklich super“, schwärmt Munier. „Jeder kämpft für den anderen.“
Und die Spurs legten nach der Halbzeitpause sogar noch einen drauf: Im dritten Viertel sahen die Zuschauer in der sehr gut besuchten Jahnhalle Einbahnstraßen-Basketball. Neben schnellen Körben nach Ballgewinnen lief nun auch der Ball bei der Halbfeld-Offensive wie am Schnürchen: Immer wieder wurde der besser platzierte Mitspieler gefunden, der dann meist unbedrängt korbnah abschließen konnte. Als Bojan Stojanovic das Schlussviertel mit seinem zweiten (!) Dreier der Saison einläutete, stand die Halle kopf; auf der Anzeigetafel leuchtete ein 25-Punkte-Vorsprung (71:46) für den TSV 1865 auf – und das nicht etwa gegen Laufkundschaft, sondern gegen ein Team, das sich zuvor mit vier Siegen in fünf Spielen den dritten Tabellenplatz erkämpft hatte.
Die Münchner konnten danach zwar noch ein wenig verkürzen, ohne sich aber noch eine Siegchance zu erspielen.

Spurs: Corni Glück 23 (3), Matheus Holderer de Vasconcelos 11 (1), Akin Arpac 10, Sebastian Wolf 10, Manu Prediger 10, Bojan Stojanovic 9 (1), Toni Rados 4, Thibaut Munier 4, Tassilo Matthes 2, Tim Samanski 2, Sam Scheurich 2, Paul Bruch. 

Im Spitzenspiel der Bezirksklasse bezwang die zweite Herrenmannschaft von 1865 das bis dato ungeschlagene DJK Landsberg mit 74:68 und übernahm damit erstmal die Tabellenspitze.