Bei DJK folgt der 8. Streich

 

Dachau Spurs

Spurs-Trainer Igor Jurakic hatte alle Hände voll zu tun im Training in dieser Woche. Zahlenmäßig und in Sachen Energielevel legten die Dachauer Basketballherren noch einmal eine Schippe drauf bei den Übungseinheiten. Die Vorfreude und positive Spannung waren deutlich spürbar bei den 1865ern. Kein Wunder, kommt es doch am Samstag beim TSV Unterhaching zum Topspiel der 2. Regionalliga.

Mit den Unterhachingern und den Dachauern treffen die beiden Mannschaften aufeinander, die der Liga inzwischen weit enteilt sind. Acht Siege bei nur einer Niederlage weist die Bilanz beider Teams aus. Die Verfolger, wenn man sie als solche bezeichnen kann, haben schon drei oder vier Niederlagen mehr im Gepäck. Zur ungewohnten Zeit am Samstag bereits um 17 Uhr findet das Duell der beiden Spitzenreiter in der Halle des Lise-Meitner-Gymnasiums (Jahnstraße 3) in Unterhaching statt.

Die Statistik spricht zunächst einmal klar für den Aufsteiger aus Haching, der sich anschickt, einen Durchmarsch von der Bayernliga in die 1. Regionalliga zu schaffen. Die Mannschaft aus dem Münchner Süden, die eine ganze Reihe von ehemaligen FC-Bayern-Spielern in ihren Reihen hat, verfügt nominell sowohl über den besten Angriff der Liga (87 Punkte im Schnitt) als auch die beste Abwehr (69 Punkte). "Mit Niklas Kropp hat die Mannschaft den überragenden Spieler der 2. Regionalliga in ihren Reihen", weiß Spurs-Coach Jurakic. Mit knapp 27 Punkten im Schnitt ist der agile Zwei-Meter-Mann, der durchschnittlich rekordverdächtige 4,4 Dreier in jedem Spiel erzielt, mit großem Abstand bester Punktesammler der Liga. Der 21-Jährige lernte bei FC Bayern München die Feinheiten des Basketballsports, schaffte es in jungen Jahren bereits in die Pro-B-Mannschaft. Dass er zum damaligen Bayernligisten nach Unterhaching wechselte, hatte auch damit zu tun, dass dort sein Vater Frank Kropp Trainer ist, früher ebenfalls als Spieler und Trainer lange Jahre für den FC Bayern aktiv.

Kein Wunder, dass noch eine ganze Reihe weiterer Bayern-Spieler jetzt das Unterhachinger Trikot überstreift. "Unterhaching ist eine der jüngsten Mannschaften der Liga. Unser Spiel muss über die Langen gehen, und wir müssen das Tempo der Unterhachinger verlangsamen", gibt Jurakic als Marschroute aus. Bisher hatte ja die Taktik stets Erfolg, den Gegner mit druckvollem Pressing zu Fehlern zu zwingen und dann rasend schnell auf Offensive umzuschalten. Dieses "Run and Gun" könnte gegen das Team aus dem Südosten von München aber nach hinten losgehen. Es ist kein vorentscheidendes, aber doch richtungsweisendes Spitzenspiel in der 2. Regionalliga. "Wir gehen mit viel Selbstbewusstsein in die Partie, ohne uns selber viel Druck zu machen", versichert Igor Jurakic.