Herren I - Beste Saisonleistung wurde leider nicht belohnt

 

Dachau Spurs

Den ungeschlagenen Spitzenreiter ins Wanken aber letztlich nicht zu Fall gebracht haben die Dachau Spurs am Samstag. Das Nachmittagsspiel beim FC Bayern München III bot den Zuschauern im Nachwuchsleistungszentrum höchsten Unterhaltungswert. Rund ein Dutzend Dachauer Fans waren vor allem von ihrer Mannschaft restlos begeistert, die am Ende dem hohen Favoriten dennoch mit 64:73 (37:34) unterlag.

Es war schon eine bemerkenswerte Vorstellung, die die 1865-Basketballer da im eindrucksvollen Sportzentrum an der Ingolstädter Straße boten. Ohne drei wichtige Spieler in der Rotation – es fehlten Karol Firek (verletzt), Steffen Haberland (krank) und Johannes Schwarz (verhindert) – legten die Spurs los, als gebe es kein Morgen. 7:0 und 10:2 gingen sie schnell in Führung, schalteten nach Ballgewinnen in der Verteidigung einige Male schnell auf Angriff um und schlossen hochprozentig ab.

Und so ging es zur großen Überraschung der 1865-Fans weiter. In der Defensive arbeiteten die Dachauer überragend zusammen, da wurde leidenschaftlich gekämpft, „geschwitched“ bei Blocks und ausgeholfen, wenn doch einmal ein Münchner durchkam. Trotz krasser Größennachteile holten sich die Spurs mit purem Willen einen Rebound nach dem anderen – und das auf beiden Seiten des Spielfeldes.

In der Halbzeitpause gab es in der Kabine der jungen Bayern offenbar viel Redebedarf, Wagner und seine Schützlinge kamen deutlich später aufs Spielfeld zurück als die Spurs. Doch erneut durfte sich das Dachauer Trainergespann Igor Jurakic/Milan Keser über den besseren Start seines Teams freuen. Das baute den Vorsprung zeitweise auf bis zu zehn Zähler aus und führte auch nach dem dritten Viertel 55:49.

Ja, die 1865-Korbjäger führten auch Mitte des letzten Spielabschnitts noch. Das kleine Wunder schien greifbar nah. Drei Minuten vor Schluss glichen die „Bayern“ erstmals in diesem Spiel überhaupt aus (64:64). Schließlich mussten die ersatzgeschwächten 1865er dem hohen Tempo und dem großen Kraftaufwand doch noch den Tribut zollen. Zweimal spielten die Münchner hinter der Dreipunktelinie 2,08-Meter-Mann Daniel Zdravevski frei – und der Mazedonier netzte zweimal ein. Auf der anderen Seite schafften es die Dachauer einfach nicht mehr, das Spielgerät in der Reuse unterzubringen – auch das war vielleicht den nachlassenden Kräften zuzuschreiben.

Mit hängenden Köpfen und leeren Blicken trotteten die 1865er nach dem Schlusspfiff und dem Shakehands mit dem Gegner zur Spielfeldmitte, wo sie von Coach Jurakic im „Huddle“ wieder aufgebaut werden mussten: „Ich habe den Jungs gesagt, dass das unser bisher bestes Spiel heuer war und sie stolz auf sich sein können. Es ist nur schade, dass sie dafür heute nicht belohnt wurden.“

FC Bayern München III – Dachau Spurs 73:64 (18:20/34:37/49:55)

Spurs: Corni Glück 16 (1), Matheus Holderer de Vasconcelos 12 (1), Tilman Bondzio 11 (3), Sebastian Wolf 9, Manu Prediger 6, Ole Fischer 6 (2), Tassilo Matthes 2, Sam Scheurich 2, Julius Glück, Sebastian Hufgard, Flo Widmann, Paul Bruch.