Herren 1 - Letztes Spiel der Vorrunde

 

Dachau Spurs

Der Zufall wollte es in der 2. Regionalliga Süd so, dass die Dachau Spurs in den vergangenen beiden Basketball-Spielzeiten jeweils zum Auftakt ein Auswärtsspiel bei den MIL Baskets zu absolvieren hatten. Doch in dieser Saison ist „verkehrte Welt“: Die Milbertshofener sind am heutigen Samstag der letzte Vorrundengegner der 1865- Basketballer vor der Weihnachtspause – und das noch dazu in der Jahnhalle in Dachau (19 Uhr).

Werner Mühling hatte in den vergangenen Spielzeiten das Pech gepachtet, nicht nur jeweils in Milbertshofen zu starten, sondern dort mit seiner Mannschaft auch schlecht zu spielen – und zu verlieren. Sein Nachfolger als Coach der Dachau Spurs brachte nicht nur viel frischen Wind an die Jahnstraße, sondern durchbrach auch die Pechsträhne in Sachen Spielansetzung. Igor Jurakic glaubt allerdings keinesfalls an einen Selbstläufer diesmal gegen die MIL Baskets: „Das ist ein sehr unangenehmer Gegner mit sehr physischem Stil,“ sagt der Spurs-Trainer.

Tatsächlich verfügen die Münchner über die drittbeste Verteidigung der Liga, lassen – wie die Dachauer übrigens auch – beim gegnerischen Team im Schnitt nur jeweils rund 72 Punkte zu. Dass Milbertshofen dennoch das Schlusslicht der 2. Regionalliga ist – punktgleich mit Freising und Schrobenhausen – ist der fehlenden Konstanz in der Offensive geschuldet. Da haben die Münchner zwar in Josua Naeger einen der treffsichersten Rückraumspieler der Liga (15,2 Punkte/2,8 Dreier), doch er bekam zu selten Unterstützung. Das änderte sich zuletzt, als Marco Hillebrecht die Mannschaft wieder verstärkte. Der lange Ex-Kapitän der Spurs macht den Unterschied aus, prompt holten die Milbertshofener einen 69:55-Heimsieg gegen DJK und einen 81:70-Auswärtssieg in Leitershofen. Der letzte Tabellenplatz täuscht also über das derzeitige Leistungsvermögen von Hillebrecht und Co. hinweg.

Die 65er tun deshalb gut daran, trotz der eigenen kleinen Siegesserie den aktuellen Gegner nicht zu unterschätzen. „Das wird uns hoffentlich nicht passieren“, glaubt Igor Jurakic, der ja vor rund einem Monat von seiner Mannschaft vier Siege vor der Weihnachtspause gefordert hatte – mit einem Erfolg gegen MIL wäre die Vorgabe erfüllt.

Das einzige weitere Heimspiel des Wochenendes haben die Damen, die am Sonntag um 16.15 Uhr in der Jahnhalle den MTV München erwarten.


(Torge Wester)